Dr.med. Karl Zeitler
Arzt für Allgemeinmedizin
Naturheilverfahren / Reisemedizin (DTG)

Warum wir nicht impfen, obwohl ich die Impfung natürlich befürworte:


Aufgrund der längeren Erkrankung einer Mitarbeiterin und damit einhergehender Personalknappheit sind wir nicht in der Lage, den zusätzlichen Arbeitsaufwand durch eine Covid-19 Impfung und den damit verbundenen Beratungsaufwand zu leisten.

Impfung gegen Covid-19 sinnvoll? -- Auf jeden Fall!

Gegen Virusepidemien sind Impfungen die einzige spezifische Massnahme!
Ohne Impfstoffe wären wir durch Virusepidemien aufgrund des Reiseverkehrs und der Bevölkerungsdichte noch mehr als frühere Generationen bedroht.
Die Impfungen sind die einzigen Waffen, die wir gegen Viren haben.
Durch Epidemien starben früher regelmässig grosse Teile der Bevölkerung bis in die jüngste Zeit.

Erst durch die Erfindung der Impfungen und Verbesserung der Hygiene konnten wir Typhus, Pocken, Pest, Cholera usw. in den Griff bekommen!
Noch vor 150 Jahren, vor der Erfindung der Eisenbahn, war der Ausbreitung von Infektionskrankheiten eine natürliche Grenze gesetzt.
Die Cholera, die damals in München wütete, konnte von hier aus nicht nach Nürnberg oder Mailand kommen.
Da die Fahrt mit der Postkutsche länger dauerte als die Inkubationszeit, kam ein Erkrankter nicht an sein Ziel.
Er blieb im wahrsten Sinne des Wortes "auf der Strecke!"
So wurde erst nach Einführung der Bahn die Cholera von München nach Nürnberg verschleppt, weil ein in München Angesteckter nach wenigen Stunden in Nürnberg ankam und die Krankheit erst dort ausbrach.
Sie forderte damals in Nürnberg 500 Todesopfer und in München 2500.
Mit der Postkutsche wäre der Angesteckte nicht bis Nürnberg gekommen, er wäre auf "der Strecke geblieben".
Durch den modernen Auto und Flugverkehr werden die Erreger nicht nur von Stadt zu Stadt, sondern von Kontinent zu Kontinent verschleppt.
Da der einzige Schutz gegen Viren eine Impfung ist, sind wir heute neuen Viren, gegen die es noch keine Impfung gibt, noch mehr ausgeliefert als in früheren Zeiten.

Überhaupt gibt es Viruspandemien erst seit 5000 - 10000 Jahren.
Damals wurde der Mensch vom Jäger und Sammler zum sesshaften Ackerbauern.
Allmählich entstanden immer grössere Ansiedlungen. Durch diese und die unmittelbare Nähe zu den Haustieren breiteten sich Seuchen aus.
Alle heute vorkommenden, den Menschen krankmachenden Virusstämme stammen aus dieser Zeit und gingen von Tieren auf den Menschen über.
Masern kam zuerst bei Schafen und Ziegen vor und leitet sich vermutlich vom Rinderpest Virus ab, Pocken kam von domestizierten Kamelen über mit Kuhpocken infizierte Nagetiere, und Influenza bekamen wir von domestizierten Wasservögeln, also Enten und Gänsen. Diese paaren sich mit ihren freilebenden Verwandten, die als Zugvögel die Viren verbreiten.
Kein Wunder also, wenn in einem der dichtbesiedeltsten Gebiete der Erde, in Südchina, in Guangdong auf einem Markt, in dem Wildtiere gehandelt werden, eine neue Virusvariante auftaucht.

In den kleinen Lebensgemeinschaften der Jäger und Sammler gibt es nicht 5ooo Individuen, die ein Virus jährlich befallen muss, um nicht auszusterben.
Deshalb treten Virusepidemien nur bei grossen Populationen auf, die es bei den Jägern und Sammlern nicht gab.

Wieviel Einmischung von Seiten des Staates bei Pandemien darf sein?


Traditionell war seit Entstehung der ersten Städte und der in diesen zwangsläufig entstehenden Seuchen vor 5000 - 10000 Jahren eine der Hauptaufgaben der Obrigkeit die Seuchenbekämpfung.
Im vorindustriellen Italien war die Aufgabe der damals noch schlanken Kommunen:
  • 1. Die Verteidigung im Kriegsfall
  • 2. Die Seuchenbekämpfung
  • 3. Das Organisieren von Festen.

Es blieb lange rätselhaft, warum frühere Hochkulturen plötzlich ein abruptes Ende nahmen, ohne dass Zeichen von Gewalteinwirkung, Feuer, Krieg zu finden sind.
Heute sind sich die Wissenschaftler ziemlich sicher, dass das plötzliche Ende einst blühender Hochkulturen durch grassierende Seuchen verursacht wurde.
Fazit: Seit dem Übergang zur Sesshaftigkeit und dem Leben in grösseren Siedlungen sind Menschen ständig von Seuchen bedroht.
Alle Viren, die für Menschen pathogen sind, sind irgendwann vom Tier auf den Menschen übergegangen. Das ist also der Normalfall und braucht uns kein Kopfzerbrechen zu bereiten.
Im Gegensatz zu früher sind wir durch den modernen Verkehr sogar noch weitaus mehr durch Pandemien gefährdet. Impfungen sind das Einzige, was wir gegen Viren therapeutisch machen können.
Der medizinische Fortschritt der heutigen Zeit ist in der Hauptsache auf die Impfungen zurückzuführen.

Stand: 13.09.2021


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